06 Jan

In 80 Tagen durch Australien – ein Fazit

Nach 80 Tagen in Australien und somit dem ersten Land auf meiner großen Reise ist es Zeit für einen kleinen Rückblick: wie bin ich gereist und wie viel hat das Ganze eigentlich gekostet?

Aller Anfang ist der Flug. In meinem Fall mit einem Stopover in HongKong. Den habe ich im Reisebüro bei sta travel gebucht, damit auch die Koordination mit meiner Reisepartnerin klappt. Gekostet hat der Spaß 856 €.

Sich im Land fortbewegen zu können ist der nächste Schritt, der am meisten kostet. Ich muss hier unterscheiden in Ostküste und Westküste und nehme daher nun eine Aufteilung vor.

Ostküste:

Dafür haben wir auch über Sta Travel den Greyhound Pass von Ozexperience gekauft.

Wir dachten uns „wenn dann richtig“ und haben den Pass mit 7 Touren genommen, der 1.456 € gekostet hat. Das Ganze geht natürlich auch billiger, wenn man weniger oder gar keine Touren dazu nimmt. Oft gibt es von den Reisebüros vor Ort gute Angebote für Touren aber wir wollten uns die Sucherei sparen. In der Hauptsaison von Oktober bis Dezember ist es außerdem ratsam, die im Pass enthaltenen Touren rechtzeitig zu planen. Dafür loggt man sich online bei Ozexperience ein und setzt ein Datum für jede Tour. Wenn das gewünschte Datum nicht möglich ist kann man immer noch anrufen. Das mussten wir bei den zwei beliebtesten Touren (Whitsundays und Fraser Island) auch tun aber bekamen zum Glück problemlos unseren Platz.

Den Bus sollte man 24 Stunden im Voraus auch über dieselbe Plattform buchen aber teilweise war auch am Abend vorher für Abfahrt 10 Uhr morgens kein Problem.

Insgesamt haben wir 54 Tage lang die Ostküste bereist und einen Camper zu mieten wäre für den Zeitraum viel teurer gewesen und hätte auch keine Touren beinhaltet. Auch hätte ich die langen Strecken nicht unbedingt selbst fahren mögen, bzw. hätte es dann mehr Zwischenstopps gebraucht und in der veranschlagten Zeit wäre es vielleicht nicht möglich gewesen all das entspannt zu sehen, was wir so sehen konnten. Wer einen längeren Aufenthalt plant, sollte aber auch darüber nachdenken ein Auto zu kaufen.

Außerdem kamen für die Ostküste noch weitere Kosten für Unterkunft hinzu, in Höhe von 662 €. Dies waren meist Hostels mit 4- oder 6-Bett Zimmern, einmal auch ein Doppelzimmer. An dieser Stelle fällt mir auf, dass ich kein einziges Hostel fotografiert habe. Das muss also nachgeholt werden.

Der nächstgrößere Posten ging für Unterhaltung und Sehenswürdigkeiten drauf in Höhe von 434 €. Hier haben wir zum Beispiel noch eine extra Tour in den Daintree Regenwald und zum Cape Tribulation gebucht, sind zum scenic flight über Fraser Island abgehoben und hatten eine Führung durch die Oper in Sydney.

Kosten für die lokale Sim Karte von Telstra sind hier auch mit drin. Zu Beginn habe ich leider den falschen Tarif ausgewählt und habe mein Datenvolumen pro MB bezahlt. Später habe ich in den Telstra Plus Tarif gewechselt und hatte mit einer Aufladung von 30 AUD 3 GB inklusive.

Der nächste Posten ist Essen, bzw. auch Einkaufen im Supermarkt in Höhe von 284 €. Wir haben nach einer anfänglichen Essengehphase meistens versucht in den Hostels selbst zu kochen.

Souvenir- und Klamottenshopping musste natürlich auch noch ein bisschen sein und beläuft sich auf 195 €. Transportkosten für Taxi und öffentlichen Nahverkehr fielen in Höhe von 115 € an und die schöne Restekategorie „Sonstiges“ in Höhe von 133 €. Dieser Posten ist hauptsächlich so hoch, weil ich nicht genau zu Anfang begonnen habe meine Kostenaufteilung aufzuschreiben und nicht mehr alles aufdröseln konnte.

Die 54 Tage an der Ostküste haben mich also (ohne Flug) insgesamt 3.280 € gekostet. Mit circa 61 € pro Tag also kein ganz günstiges Vergnügen, was zum großen Teil auch am Buspass liegt, der herunter gebrochen 27 € pro Tag beiträgt. Übernachtungskosten schlagen mit ca. 12 € pro Nacht zu Buche und dann bleiben schon nur noch 22 € übrig für Essen, Unterhaltung und Shopping.

Westküste:

Für die Westküste sieht es ähnlich aus, denn hier haben wir pro Person in 26 Tagen insgesamt 1.863 € ausgegeben. Für die Anreise hatte ich einen Flug für 228 € von Melbourne nach Perth.

Herumgekommen sind wir mit dem Camper, der mit Benzin 1.053 € gekostet hat und somit den größten Posten darstellt. Es war ein Hippie Hitop, in dessen hohem Dach wir bequem unser Gepäck verstauen konnten ohne ständig das gesamte Auto umzuräumen, wenn wir etwas brauchten. Auf holprigen Straßen kamen uns die Koffer allerdings meistens fast vorne besuchen, sollten also recht stabil sein. Über den Camper selbst ist es gut zu wissen, dass alle Apollo Camper zum Hippie werden, wenn sie ein Alter von 5 Jahren erreicht haben. Er war also schon etwas verwohnt aber trotzdem zuverlässig.

An der Westküste gibt es leider keinen Greyhound, sondern hauptsächlich geführte Touren. Allerdings ist es hier nicht so überfüllt wie an der Ostküste, sodass man viele schöne, abgelegene Campingplätze finden kann, die oft kostenlos oder zumindest günstig sind, wenn man nicht jeden Tag Strom und eine Dusche braucht. Morgens zum Wellenrauschen aufzuwachen und vor der Weiterfahrt ungestört ins Meer zu hüpfen ist ein schönes Gefühl von Freiheit, das man bei dieser Art des Reisens im Camper genießen kann!

Für die Unterkunft auf Campingplätzen hat jeder von uns 190 € ausgegeben und die weiteren Kosten sind Essen und Einkaufen im Supermarkt für 185 €, Unterhaltung und Sehenswürdigkeiten 80 € (z.B der Western Australia Parks Pass für 31 €), Transport und Shopping jeweils 28 € und Sonstiges mit 72 €.

Gesamt:

Die kompletten 80 Tage in Australien haben mich also ungefähr 6.000 € gekostet! Das sind ungefähr 75 € pro Tag. So viel hätte ich in knapp 3 Monaten in Deutschland wohl eher nicht ausgegeben aber dafür konnte ich Kängurus, Dingos, Wallabys und Quokkas streicheln und eindrucksvolle Landschaften entdecken.

Hier nun noch die Route, auf der ich durch Australien gereist bin:

Zuerst von Cairns die Ostküste hinab bis nach Melbourne zur kurzen Entspannung uf der Farm bis ich schließlich in das Flugzeug nach Perth stieg, von wo aus ich die Westküste unsicher gemacht habe.
Zu den Highlight dieser Reise gehört auf jeden Fall die unberührte Inselgruppe der Whitsundays mit ihren tiefblauen, fisch- und korallenreichen Wassern. Außerdem natürlich die größte Sandinsel der Welt Fraser Island mit ihren beeindruckenden Süßwasserseen und faszinierendem Ökosystem.

Der blaue Eukalyptusdunst bei der Wanderung durch die Blue Mountains wird mir genauso gut in Erinnerung bleiben wie die entspannte Cafèstadt Melbourne mit ihren Gassen voller Streetart. Die unendlichen Weiten der Westküste mit Muschelstränden und vom Strand zugänglichen Korallenriffen, die man nur mit wenigen Leuten teilen muss, sind eine ganz eigene Welt. Genauso wie das menschenleere Outback mit kerzengeraden und kilometerlangen Straßen, vielfältigen Felsformationen und einem klaren Sternenhimmel.

So viele Erlebnisse in knapp 3 Monaten! Und das war noch nicht alles, denn es geht direkt weiter mit der nächsten abgelegenen Insel: Neuseeland ich komme!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.