13 Nov

Brisbane – Gefangen im Unwetter

Die Busfahrt nach Brisbane verbringe ich damit Flüge und ein Hotel in Singapur zu buchen – natürlich das Marina Bay Sands! Vietnam und das gesamte Drumherum steht nun fest für März, sodass ich mich da auf die nächste Reise freuen kann.
Am frühen Nachmittag kommen wir schließlich in Brisbane an und laufen mit unserem gesamten Gepäck erst einmal einen Hügel hoch und auf der anderen Seite wieder runter zu unserem Hostel.
Nachdem wir uns im luxuriösen Doppelzimmer eingerichtet haben, geht es noch kurz in die Stadt. Ohne Gepäck ist der Hügel auch einfacher zu meistern. Wir sind begeistert angesichts der Kombination von neuer und „alter“ (das gesamte Land ist ja schließlich erst 200 Jahre alt) Architektur.

Wir entdecken einen günstigen Souvenirladen und so erstehe ich Ersatz FlipFlops mit der australischen Tierwelt und Ohrringe in Kola- und Känguruform mit Opalen zu jeweils 5 Dollar.

Auf einem Markt vor dem Rathaus gibt es außerdem unwiderstehliche Angebote: 3 Mangos für 5 Dollar und 2 riesige Schalen Erdbeeren für 6 Dollar. Da schlagen wir erbarmungslos zu und können so mit einer kleinen Zugabe aus dem Supermarkt ein gesundes Essen im Hostel genießen.

Am nächsten Tag treffen wir uns mit Barbara zum Frühstück, da sie abends angekommen ist und sich auch in unser Hostel eingebucht hat. Zusammen holen wir noch Rachel ab, die wir auf den Whitsundays kennen gelernt und auf Fraser Island erneut getroffen haben. Zu viert überqueren wir die Fußgängerbrücke in den hippen Stadtteil South Banks und bewundern dabei die Skyline.

In South Banks gibt es einen riesigen Markt mit tollen und teuren Dingen. Viel cooler finde ich aber die städtische Lagune. Quasi wie in Cairns nur mit Hochhäusern drum herum.

Barbara trifft auf dem Markt Freunde, die ihr die kostenlose hop-on hop-off Fähre empfehlen und so machen wir uns auf den Weg zum Anleger. Gutes Timing, denn sogleich kommt eine solche daher. Vom Oberdeck sieht man die Skyline und auch die berühmte Story Bridge, über die man wie in Sydney oben drüber klettern kann, gleich viel besser.

Nach ungefähr einer Stunde steigen wir in der Nähe des botanischen Gartens aus und verlaufen uns während der Suche nach einer Toilette erst mal ein bisschen in der Uni. Im Garten bleibt uns leider nicht viel Zeit, denn das für Mittag angekündigte Gewitter erhält Einzug mit Starkregen. Wir sprinten also zum nächstliegenden Pavillon und sind dort erst einmal gefangen.

Nachdem ein Einheimischer die Wetter App gecheckt hat und uns die Hiobs-Botschaft überbringt, dass es noch ungefähr 2 Stunden so bleiben könnte, beschließen wir zu einem Cafe zu sprinten, das leider weiter entfernt liegt als gedacht. Zum Glück sind wir 10 Minuten vor Geschäftsschluss da, sodass wir noch ein Heißgetränk bestellen können um schließlich den Rest des Wetters unter einem Pavillon abzuwarten. Wir vertreiben uns die Zeit mit Selfies.

Als der Regen endlich aufhört schlendern wir etwas weiter durch den Garten und werden Zeugen einer faszinierenden Begegnung zwischen Vogel und Schlange. Papa oder Mamavogel lenkt hier die Aufmerksamkeit der Schlange auf sich und macht sich besonders groß, damit die Python denkt der Vogel wäre zu groß zum Fressen.

Der andere Elternteil hält währenddessen Sicherheitsabstand mit dem Babyvogel.

Neben uns steht ein Einheimischer, der meint, dass er in all seiner Zeit in Brisbane noch nie eine solche Schlange im botanischen Garten gesehen hätte. Unser Glückstag!
Nach der ganzen Aufregung reicht es nur noch für ein Abendessen beim Asiaten bevor es zurück ins Hostel geht.

Am nächsten Tag wollen wir gerne auf den Mount Coot-Tha fahren, denn von dort soll man einen sehr schönen Blick auf die Stadt haben. Wir laufen also ins Rathaus, weil wir dort eine Information vermuten. Tatsächlich treffen wir dort einen sehr netten Holländer, der sofort an seinem PC alle wichtigen Informationen für uns raus sucht, obwohl das definitiv nicht sein Job gewesen wäre. So sitzen wir auch schon sehr bald im Bus auf den Berg und können nach ungefähr 30 Minuten Fahrt diese Aussicht genießen.

Nach einem Eis auf der Aussichtsterasse nehmen wir den nächsten Bus nach unten und steigen am botanischen Garten des Mount Coot-Tha aus. Ja, Brisbane hat aus unergründlichen Gründen zwei botanische Gärten. Der gestrige gehörte wohl zur Uni. Dieser hier ist aber viel größer und spektakulärer, was wir bereits an den Massen an Spinnen zwischen den Palmen bemerken können.

Hier noch ein Detailbild, weil es so schön ist.

Durch diesen Teil bewegen wir uns also mit größter Vorsicht. Nachdem wir uns ein bisschen im japanischen Garten entspannt haben, besichtigen wir noch die Hochzeitsrasen (wedding lawns), von denen es drei Stück gibt.

Während wir an der Bushaltestelle auf die Rückfahrt warten und auch während der Fahrt, gibt es wieder das zur Zeit scheinbar tägliche Gewitter, das aber zum Glück vorbei ist als wir wieder in der Stadt ankommen.
Auch diesen Tag lassen wir entspannt im Hostel ausklingen bevor wir am nächsten Tag wieder den Hügel mit Gepäck bezwingen müssen um uns in den Bus zu setzen – auf dem Weg nach Surfers Paradise.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.