23 Nov

Blue Mountains – blauer Eukalyptusdunst zieht durch die Berge

Kaum in der großen Stadt angekommen, zieht es uns bereits wieder in die Wildnis und wir steigen mit unserer Opal Card in den Zug nach Katoomba in die Blue Mountains. Die Zugfahrt dauert langwierige zwei Stunden! Am Bahnhof angekommen gehen wir zielstrebig an der Schlange vor dem teuren Big Blue Bus vorbei zum Trolley Shoppe und kaufen dort unser Hop on Hop off Ticket für 20 Dollar statt 42, die es beim Blue Bus gekostet hätte. Wir lassen uns noch eine Wanderung empfehlen und den Weg zur Bushaltestelle erklären und dann kommt auch schon unser Trolley. Wir fahren entlang der Megalong Street, die wirklich ziemlich lang ist, nach Gordon Falls, weil wir von dort entlang des Prince Henry Cliff Walks zu den Leura Cascades wandern wollen. Der Ausblick vom Gordon Falls Lookout vermittelt jedenfalls bereits die große Weite der Landschaft.

Wir suchen nun den Wanderweg, der dort beginnen soll, und folgen aber zuerst einem zu schmalen weg, der sich im Nichts verliert. Dafür zeigt er uns nochmal eine schöne Sicht.

Als wir ein Stück zurück gehen finden wir auch endlich den korrekten Weg. Der ist auch gleich viel breiter und besser ausgebaut.

Er führt uns entlang der Abhänge, um abenteuerliche Kurven und schließlich sogar über eigens in den Fels gehauene Stufen.

Dabei eröffnet sich uns eine immer bessere Sicht auf den blauen Eukalyptusdunst. All die Eukalyptusbäume hier in den Bergen sondern ihr Öl ab, welches die Luft blau schimmern lässt. Daher auch der Name „Blue Mountains“. Ich probiere hier den Modus meiner Kamera aus, der alle Farben außer blau als schwarz-weiß darstellt.

Einige Wegesbiegungen und viel zu viele Stufen später haben wir die Leura Cascades erreicht, einen nett plätschernden, mehrstufigen Wasserfall. Hier spiele ich zum ersten Mal mit der Tiefenschärfe meiner Kamera und das Ergebnis gefällt mir tatsächlich besser als das des Automatik-Modus.

Wir entscheiden uns gegen die 1.000 Stufen zum Ende dieses Wasserfalls, an dessen Fuß man hätte baden können. Dafür ist es uns aber sowieso zu kalt.

Also versuchen wir wieder einen Weg zur Straße zu finden. Dies gelingt uns schließlich und wir sind der Meinung genau an einer Haltestelle unseres Busses gelandet zu sein und winken diesem froh mit unserem Ticket zu. Er hält auch brav an und lädt uns ein, nur um nach der nächsten Kurve für den eigentlichen Stopp anzuhalten, von dem wir dachten, dass wir dort gestanden hätten. Scheinbar aber nicht und so war es umso netter, dass wir trotzdem eingesammelt wurden! Netterweise hält der Bus an jedem Lookout kurz an und wartet auf Fotos, sodass wir nicht wieder eine Stunde auf den nächsten warten müssen.

Schließlich kommen wir zum Herzstück der Blue Mountains, dem Echo Point. Unschwer als solches zu erkennen, da sich dort alle Touristen zusammen finden und es richtig voll ist. So müssen wir uns auch den besten Platz für unsere Fotos hart erkämpfen und ein paar aufdringliche Asiaten zur Seite schubsen, die sich für ihre eigenen Fotos ins Bild drängeln.

Bekanntes Fotomotiv sind hier die drei markanten Felsen mit dem Namen „Three Sisters“, die sich in die Landschaft schmiegen.

Nachdem wir hier alle möglichen Fotos gemacht haben, begeben wir uns zu den Katoomba Falls, die aufgrund von wenig Wasser überraschend unspektakulär sind. Man kann hier mit einer Seilbahn über das Tal fahren und auch mit einer Zahnradbahn in das Tal hinab fahren.

Es gibt jedoch auch Stufen hinunter in das Tal für diejenigen, die sich das teure Geld sparen möchten. Da Stufen jedoch für den Rest des Tages zum Feind erklärt wurden und die Bahnen mich vom Kommerz- und Preislevel her stark an die Niagara Fälle erinnern, lassen wir all das bleiben und fröhnen den wichtigen Dingen des Lebens – Schokolade! In Katoomba gibt es nämlich ein kleines Schokoladenmuseum, das allerdings mehr ein Verkaufsladen mit sehr viel Weihnachtskram ist. Hier gönne ich mir eine heiße Schokolade und eine mit Karamell gefüllte Praline. Die Verkäuferin packt sogar kostenlos noch eine zweite Praline dazu, damit Kira auch probieren kann – sehr nett!

Das ist zu dem Zeitpunkt auch genau das Richtige, denn es beginnt zu Regnen! Nach einem üppigen asiatischen Abendessen in der Stadt begeben wir uns also zurück zum Zug und erreichen gegen 20:30 Uhr wieder die große Stadt – Sydney!

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