18 Dez

Kalbarri Nationalpark – rote Klippen und weites Land

Hinter Geraldton führt der Highway durch das unspektakuläre Northampton, wo wir den Abzweig zum Kalbarri Nationalpark nehmen. Wir fahren vorbei am pinken See, Hutt Lagoon, aber sind zu früh, denn scheinbar entwickelt dieser seine pinke Farbe erst im Sonnenuntergangslicht. Von der Straße aus sieht er jedenfalls nicht sonderlich pink aus und wir halten gar nicht erst an. Dass wir einfach nur die korrekte Haltebucht verpassen, muss an dieser Stelle ja nicht erwähnt werden.
Zum Sonnenuntergang erreichen wir schließlich die ersten Ausläufer des Nationalparks und biegen einfach mal nach Pot Alley ab. Am Parkplatz ist es richtig windig aber der Weg hinab in die Schlucht und zum Strand ist etwas geschützt. Unten angekommen verpasst uns der Sand jedoch ein stürmisches Peeling aber die Schönheit der Umgebung lässt uns die Zähne zusammen beißen.

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16 Dez

Perth bis Geraldton – durch Jahrmillionen alte Steinformationen zum Ende der Welt

Nachdem wir aus unserer Gefängniszelle ausgecheckt haben, nehmen wir den Bus zum Flughafen. Von dort müssen wir noch mit dem Taxi zur Campervermietung fahren und brechen dabei das ungeschriebene Gesetz der Taxifahrer, indem wir versuchen das letzte Taxi in der Reihe zu bekommen. Da meine Mutter wegen eines Ermüdungsbruches im Fuß einen seltsamen Schuh trägt, können wir uns schließlich durchsetzen und müssen nicht mit unserem gesamten Gepäck zum Beginn der Schlange laufen. Die Diskussion mit Aufsicht und Taxifahrern hat allerdings ungefähr genauso lange gedauert aber nachdem ich mich schon so oft über dieses „Gesetz“ geärgert habe, war es mir heute ein Bedürfnis dieses zu brechen und der Sieg gehört mir!

Wir erreichen also die Vermietstation im von uns gewählten Taxi und nehmen unseren Hippie Hitop Campervan entgegen. Die Angestellte nimmt sich viel Zeit für uns und erklärt wie Einiges funktioniert. Tatsächlich ist es für mich das erste Mal, dass ich einen solchen Van miete. Wir bauen das Bett zusammen direkt um, weil es während des gesamten Roadtrips einfach so bleiben wird. Der Camper hat außerdem einen Kühlschrank, der allerdings leider nicht über eine sich beim Fahren wieder aufladende Batterie läuft, sondern über eine, die am Campingplatz geladen werden muss. Endet unser Traum von der Wildnis also bevor er begann? Eingebaut ist außerdem ein toller Gasherd mit 4 Platten und viele Schränke zum Verstauen. Da es ein Hitop ist können wir unsere Koffer im oberen Teil des Autos lagern und müssen nicht ständig herum räumen.
Als wir fertig sind mit Einrichten, rollen wir vom Hof zum nächsten Aldi und kaufen dort groß ein. Danach beginnt der Roadtrip und ein verheißungsvolles Schild begegnet uns beim Verlassen der Stadt.

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13 Dez

Perth – die isolierteste Großstadt der Welt

Der Flug nach Perth verläuft soweit problemlos. Ich fliege mit Virgin Australia und lade mir deren App für in flight Entertainment auf mein Handy. Während des circa 4,5-stündigen Fluges sehe ich mir ein paar Folgen einer Serie an, die ich bisher noch nicht kannte und deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe. Aber ich fühle mich bis zur Ankunft gut unterhalten. Vor Allem auch, weil ich einen Fensterplatz habe und das beeindruckende rote Outback endlos unter mir entlang ziehen sehe.

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10 Dez

Ballarat – mein Leben auf der Farm Teil 2

Meine erste Aufgabe im Garten hatte ich ja bereits vor unserem freien Tag im Wildpark erfüllt und Carol dabei mit meiner Arbeitsmoral beeindruckt. Nun ist der nächste Gartenteil dran, den wir zusammen vom Unkraut befreien. Wir denken, dass es ewig dauern wird aber sind trotzdem nach einem Tag schon fast fertig. Wir sparen Zeit, weil wir den Abfall nicht mit der Schubkarre auf den Müllhaufen fahren, sondern einfach über den Zaun zu den Schafen werfen. Die fressen das nämlich alles sehr gerne und lauern schon darauf.

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04 Dez

Ballarat – mein Leben auf der Farm Teil 1

Nach 1,5 Monaten purem Backpackerleben brauche ich nun doch mal eine Pause und so habe ich mir vor meinem Flug an die Westküste Australiens 10 Tage auf einer Farm in der Nähe von Ballarat organisiert. Das wird meine erste Erfahrung mit der Vermittlungsseite www.helpx.net. Ich arbeite dort täglich 4 Stunden und erhalte dafür kostenlos Unterkunft und Verpflegung. Quasi wie wwoofen, nur über eine andere (günstigere) Plattform.
Nach dem Abschied von Kira, die noch weiter nach Adelaide fährt, mache ich mich also auf den Weg zum Bahnhof und setze mich für 1,5 Stunden in den Zug nach Ballarat. Dort werde ich direkt von Andrew, meinem Gastvater, und Simon, einem weiteren Helfer, begrüßt. Wir setzen uns in den Jaguar und düsen mit 2 kleinen Stopps in das 500-Seelen Dorf der Farm. Eigentlich ist es auch gar keine wirkliche Farm mehr, denn Andrew wurde vor ein paar Jahren länger krank, sodass alle Schafe, die dort vorher gezüchtet wurden, verkauft werden mussten, weil seine Frau Carol sich nicht alleine darum kümmern konnte. Nun vermieten sie das Land an einen anderen Schafzüchter, sodass ich trotzdem jeden Morgen zu mehr oder weniger fröhlichem „mäh“ aufwache, wir aber mit diesen Schafen nichts machen müssen. Die beiden besitzen selbst noch circa 6 Schafe, die nur ab und zu mal gefüttert werden müssen. Weiterhin gibt es einen Gemüse- und Kräutergarten für die eigene Küche und mehrere kleine Blumen- oder Baumbeete.

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30 Nov

Great Ocean Road – bei den 12 Aposteln

Von Melbourne aus gibt es viele Touren entlang der beliebten Great Ocean Road. Da Kira mit einer Drei-Tages-Tour weiter nach Adelaide fährt, mein Flug an die Westküste aber von Melbourne aus abhebt, trennen sich unsere Wege hier am nächsten Tag. Ich möchte die Great Ocean Road aber auch ein Stück weit sehen und buche mir daher ein Tagestour. Heute ist also quasi mein erster Tag als Alleinreisende und ich taste mich an diese für mich leicht beängstigende Tatsache mit dieser Tour langsam heran.

Ich schlafe auch etwas schlecht, weil ich ständig Angst habe den Wecker zu überhören. Da ich aus unserem Zimmer die einzige bin, die super früh aufstehen muss, wäre das besonders schlecht. Schließlich klappt das aber alles problemlos und ich begebe mich zum Abholpunkt für die Tour. Der zweite Bus, der vor dem Hostel hält, ist dann auch meiner und ich setze mich recht weit nach hinten, weil ich gerade noch mit meiner Oma telefoniere und niemanden stören möchte. Glücklicherweise ist bei meinem Doppelsitz ein Sitzgurt defekt, sodass ich die ganze Tour über viel Platz für mich habe. Nachdem alle Tour Teilnehmer eingesammelt wurden, geht es auch schon auf große Fahrt nach Anglesea zum Morning Tea. Einen Großteil der Zeit verbringe ich mit Anstehen für die Toilette, denn alle Great Ocean Road Touren sind scheinbar zur selben Zeit hier. Wenn man sich die Gegend privat ansieht, sollte man also nach 9:30 Uhr kommen, denn zu der Zeit geht es für alle weiter. Ich habe mich auch die ganze Zeit mit Leuten aus einem anderen Bus unterhalten, deren Tee getrunken und ihre Kekse gegessen, weil ich meine Gruppe irgendwie nicht gefunden habe. So stehe ich dann auch kurz im falschen Bus, bemerke meinen Fehler aber recht schnell und finde meinen Bus auch wieder. Hier hat das Kontakte knüpfen also leider noch nicht so funktioniert, bzw. schon aber mit den falschen Leuten. Eigentlich bin ich aber auch ganz froh, dass der Typ, der eine „Weltreise“ in zwei (ganze!) Länder macht nicht in meinem Bus sitzt. Vielleicht wird es beim nächsten Stopp ja besser.

Unsere Fahrt führt uns weiter durch das Örtchen Anglesea. Hier wurden bei einem Waldbrand alle Häuser vernichtet, außer dem von Mel Gibson (Bestechung?) und eines komplett aus Beton. Der Erbauer des Betonhauses wurde zuvor immer von den anderen Dorfbewohnern gemobbt, weil sein Haus so hässlich aussieht. Nach dem Feuer hat er sie dann alle zu sich eingeladen. Karma kann schon mies sein.

Schließlich kommen wir zum offiziellen Beginn der Great Ocean Road, dem Memorial Arch.

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