29 Dez

Margaret River Gebiet – über den längsten Steg der südlichen Hemisphäre zu Schlemmereien im Schlaraffenland

Nachdem wir am Vortag von Green Head aus einige Kilometer gefahren sind um bis nach Rockingham zu kommen, lassen wir es heute ruhiger angehen. Wir versorgen uns mit Infomaterial über Rockingham, denn wir wollen zum Ende der Mietzeit noch einmal einen Tag „Urlaub“ hier machen, bevor wir den Camper abgeben. Der erste Unterschied zum Norden der australischen Westküste fällt uns sofort auf als wir fragen wo wir unsere Trinkwasserkanister auffüllen können. Das ist nämlich im Gegensatz zum Norden überall möglich, da hier aus allen Wasserhähnen Trinkwasser kommt. Im Norden wäre das undenkbar! Das macht es uns natürlich deutlich einfacher und so fahren wir weiter nach Bunbury, wo wir von einem scheinbar überraschten Haus begrüßt werden und etwas an der Promenade entlang schlendern.

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26 Dez

Von Exmouth zurück nach Perth – schnorchelige Weihnacht und Sandboarden in Lancelin

Nachdem wir uns schmerzlich von der Westküste des Cape Range Nationalparks verabschiedet und unser Paradies in der Wildnis zurück lassen mussten, können wir auf dem Rückweg noch in den östlichen Teil eintauchen. Der Charles Knife Canyon befindet sich nämlich auf der anderen Seite der undurchdringlichen Bergkette und bietet auf der 11 Kilometer langen, nicht durchgängig geteerten Straße tolle Ausblicke!

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18 Dez

Kalbarri Nationalpark – rote Klippen und weites Land

Hinter Geraldton führt der Highway durch das unspektakuläre Northampton, wo wir den Abzweig zum Kalbarri Nationalpark nehmen. Wir fahren vorbei am pinken See, Hutt Lagoon, aber sind zu früh, denn scheinbar entwickelt dieser seine pinke Farbe erst im Sonnenuntergangslicht. Von der Straße aus sieht er jedenfalls nicht sonderlich pink aus und wir halten gar nicht erst an. Dass wir einfach nur die korrekte Haltebucht verpassen, muss an dieser Stelle ja nicht erwähnt werden.
Zum Sonnenuntergang erreichen wir schließlich die ersten Ausläufer des Nationalparks und biegen einfach mal nach Pot Alley ab. Am Parkplatz ist es richtig windig aber der Weg hinab in die Schlucht und zum Strand ist etwas geschützt. Unten angekommen verpasst uns der Sand jedoch ein stürmisches Peeling aber die Schönheit der Umgebung lässt uns die Zähne zusammen beißen.

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16 Dez

Perth bis Geraldton – durch Jahrmillionen alte Steinformationen zum Ende der Welt

Nachdem wir aus unserer Gefängniszelle ausgecheckt haben, nehmen wir den Bus zum Flughafen. Von dort müssen wir noch mit dem Taxi zur Campervermietung fahren und brechen dabei das ungeschriebene Gesetz der Taxifahrer, indem wir versuchen das letzte Taxi in der Reihe zu bekommen. Da meine Mutter wegen eines Ermüdungsbruches im Fuß einen seltsamen Schuh trägt, können wir uns schließlich durchsetzen und müssen nicht mit unserem gesamten Gepäck zum Beginn der Schlange laufen. Die Diskussion mit Aufsicht und Taxifahrern hat allerdings ungefähr genauso lange gedauert aber nachdem ich mich schon so oft über dieses „Gesetz“ geärgert habe, war es mir heute ein Bedürfnis dieses zu brechen und der Sieg gehört mir!

Wir erreichen also die Vermietstation im von uns gewählten Taxi und nehmen unseren Hippie Hitop Campervan entgegen. Die Angestellte nimmt sich viel Zeit für uns und erklärt wie Einiges funktioniert. Tatsächlich ist es für mich das erste Mal, dass ich einen solchen Van miete. Wir bauen das Bett zusammen direkt um, weil es während des gesamten Roadtrips einfach so bleiben wird. Der Camper hat außerdem einen Kühlschrank, der allerdings leider nicht über eine sich beim Fahren wieder aufladende Batterie läuft, sondern über eine, die am Campingplatz geladen werden muss. Endet unser Traum von der Wildnis also bevor er begann? Eingebaut ist außerdem ein toller Gasherd mit 4 Platten und viele Schränke zum Verstauen. Da es ein Hitop ist können wir unsere Koffer im oberen Teil des Autos lagern und müssen nicht ständig herum räumen.
Als wir fertig sind mit Einrichten, rollen wir vom Hof zum nächsten Aldi und kaufen dort groß ein. Danach beginnt der Roadtrip und ein verheißungsvolles Schild begegnet uns beim Verlassen der Stadt.

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13 Dez

Perth – die isolierteste Großstadt der Welt

Der Flug nach Perth verläuft soweit problemlos. Ich fliege mit Virgin Australia und lade mir deren App für in flight Entertainment auf mein Handy. Während des circa 4,5-stündigen Fluges sehe ich mir ein paar Folgen einer Serie an, die ich bisher noch nicht kannte und deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe. Aber ich fühle mich bis zur Ankunft gut unterhalten. Vor Allem auch, weil ich einen Fensterplatz habe und das beeindruckende rote Outback endlos unter mir entlang ziehen sehe.

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10 Dez

Ballarat – mein Leben auf der Farm Teil 2

Meine erste Aufgabe im Garten hatte ich ja bereits vor unserem freien Tag im Wildpark erfüllt und Carol dabei mit meiner Arbeitsmoral beeindruckt. Nun ist der nächste Gartenteil dran, den wir zusammen vom Unkraut befreien. Wir denken, dass es ewig dauern wird aber sind trotzdem nach einem Tag schon fast fertig. Wir sparen Zeit, weil wir den Abfall nicht mit der Schubkarre auf den Müllhaufen fahren, sondern einfach über den Zaun zu den Schafen werfen. Die fressen das nämlich alles sehr gerne und lauern schon darauf.

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04 Dez

Ballarat – mein Leben auf der Farm Teil 1

Nach 1,5 Monaten purem Backpackerleben brauche ich nun doch mal eine Pause und so habe ich mir vor meinem Flug an die Westküste Australiens 10 Tage auf einer Farm in der Nähe von Ballarat organisiert. Das wird meine erste Erfahrung mit der Vermittlungsseite www.helpx.net. Ich arbeite dort täglich 4 Stunden und erhalte dafür kostenlos Unterkunft und Verpflegung. Quasi wie wwoofen, nur über eine andere (günstigere) Plattform.
Nach dem Abschied von Kira, die noch weiter nach Adelaide fährt, mache ich mich also auf den Weg zum Bahnhof und setze mich für 1,5 Stunden in den Zug nach Ballarat. Dort werde ich direkt von Andrew, meinem Gastvater, und Simon, einem weiteren Helfer, begrüßt. Wir setzen uns in den Jaguar und düsen mit 2 kleinen Stopps in das 500-Seelen Dorf der Farm. Eigentlich ist es auch gar keine wirkliche Farm mehr, denn Andrew wurde vor ein paar Jahren länger krank, sodass alle Schafe, die dort vorher gezüchtet wurden, verkauft werden mussten, weil seine Frau Carol sich nicht alleine darum kümmern konnte. Nun vermieten sie das Land an einen anderen Schafzüchter, sodass ich trotzdem jeden Morgen zu mehr oder weniger fröhlichem „mäh“ aufwache, wir aber mit diesen Schafen nichts machen müssen. Die beiden besitzen selbst noch circa 6 Schafe, die nur ab und zu mal gefüttert werden müssen. Weiterhin gibt es einen Gemüse- und Kräutergarten für die eigene Küche und mehrere kleine Blumen- oder Baumbeete.

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